"Man sollte die Verantwortung, die einem auferlegt ist, wahrnehmen und alle Möglichkeiten, die man finanziell hat nutzen, um zu helfen."

Dr. h. c. Manfred LautenschlÀger

Digitalisierung d. Palatina-Schriften


Die Heidelberger „Bibliotheca Palatina“, eine der wertvollsten Sammlungen deutschsprachiger Handschriften des Mittelalters und der FrĂŒhen Neuzeit, wird digitalisiert und online verfĂŒgbar gemacht. Die Sammlung umfasst 848 Codices mit insgesamt ca. 270.000 Seiten und ca. 7.000 ĂŒberwiegend bisher nicht erschlossene Miniaturen. Dieses ambitionierte Projekt wird durch die großzĂŒgige finanzielle Zuwendung der Manfred-LautenschlĂ€ger-Stiftung GmbH ermöglicht.

Ein Teil der Palatina, 27 oberdeutsche Handschriften des 15. Jahrhunderts mit ca. 15.000 Seiten, wurde in einem durch die DFG geförderten Projekt bereits in den Jahren 2000/2001 digitalisiert, sowie inhaltlich und ikonographisch erschlossen. Mit dem neuen, auf die Dauer von drei Jahren angelegten Projekt wird dieses Unternehmen in konsequenter Weise fortgefĂŒhrt.  Alle Textseiten und Illustrationen der fĂŒr die Germanistik, allgemeine Geschichte, Kunstgeschichte, Rechts-, Medizin- und Wissenschaftsgeschichte sowie Theologie interessanten Codices können nach Abschluss des Projekts jederzeit weltweit eingesehen werden. Auf einer zentralen Seite sind alle bereits digitalisierten Palatina-Handschriften der UniversitĂ€tsbibliothek aufrufbar. Diese Seite wird im Lauf des Projekts stĂ€ndig aktualisiert und gibt somit immer einen Überblick ĂŒber den Projektfortschritt. ZusĂ€tzlich werden die Illustrationen in der Bilddatenbank HeidICON erfasst und beschrieben und eine Freitextsuche nach Schlagworten, ikonographischen Motiven, Autoren und Textgruppen ermöglicht.

Nach der Digitalisierung werden die Images in das dem technischen Standard fĂŒr die Langzeitarchivierung entsprechende TIFF-Format umgewandelt und mittels professioneller Bildbearbeitungssoftware so nachbearbeitet, dass Farb-. Helligkeits-, Kontrast- und SchĂ€rfegrad weitest möglich dem Original entsprechen. Dann wird durch sogenanntes „elektronisches Binden“ das PrĂ€sentationsmodell eines virtuellen Buches erstellt, welches man auf einfache Weise durchblĂ€ttern kann und in dem mit Hilfe der Zoom-Funktion die Betrachtung einzelner Details in verschiedenen VergrĂ¶ĂŸerungsstufen möglich ist.

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