"Man sollte die Verantwortung, die einem auferlegt ist, wahrnehmen und alle Möglichkeiten, die man finanziell hat nutzen, um zu helfen."

Dr. h. c. Manfred Lautenschläger

Krebsforschung am DKFZ

Manfred Lautenschläger-Stiftung holt Nachwuchsforscherin ans DKFZ


Es ist ein zentrales Anliegen der Manfred Lautenschläger-Stiftung, die Krebsforschung zu fördern und weiter voranzubringen. In ihrem jüngsten Projekt unterstützt die Stiftung daher das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg mit einer Million Euro über die nächsten vier Jahre. Mit dem Geld konnte das DKFZ die Privatdozentin und renommierte Nachwuchswissenschaftlerin Dr. Dr. Angelika Riemer nach Heidelberg holen. Sie forscht an einem Impfstoff, der auch bereits bestehende Infektionen mit den krebserregenden humanen Papillomviren heilen kann. Bisher ist die Impfung nur präventiv möglich. Angelika Riemer schließt damit an die Arbeit von Harald zur Hausen an, der von 1983 bis 2003 Vorsitzender des DKFZ war. 2008 hatte er den Medizin-Nobelpreis für seine Forschung zu Impfstoffen gegen die Papillomviren bekommen.

„Ich bin stolz darauf, diese Arbeit hier weiterführen zu können“, sagte Angelika Riemer im Rahmen einer Pressekonferenz am 15. Juli 2010. „Das Zentrum mit seinen exzellenten virologischen und immunologischen Abteilungen bietet für meine Forschung das ideale Umfeld.“

Angelika Riemer ist Immunologin. Ihre Forschung konzentriert sich auf das humane Papillomvirus 16, das die Hälfte aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs sowie verschiedene andere Krebsarten des Genitaltrakts und des Rachenraumes verursacht. Riemer hat eine spezielle Technik entwickelt, um herauszufinden, welche Abschnitte der Virusproteine in infizierten Zellen vom menschlichen Immunsystem spezifisch erkannt werden. Mit diesen Proteinabschnitten will sie Killerzellen des Immunsystems gezielt gegen virusinfizierte, entartete Zellen aktivieren.

„Wir sind froh, dass wir mit der großzügigen Unterstützung durch die Manfred Lautenschläger-Stiftung eine so brillante Nachwuchswissenschaftlerin ans Deutsche Krebsforschungszentrum berufen können“, sagte Professor Dr. Otmar D. Wiestler, Vorstandsvorsitzender des DKFZ. „Um international zu bestehen, ist unsere Forschung zunehmend auch auf private Geldgeber angewiesen.“ Die Stiftung leistet mit der Förderung einen wesentlichen Beitrag dazu, die Krebsforschung weiter zu dynamisieren und zu beschleunigen.

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