„Als Unternehmer begreife ich große Begabungen als ein Versprechen. Herausragende Persönlichkeiten dabei zu unterstützen, die Gesellschaft mittels Wissenschaft und Innovation zu verbessern, verstehe ich als Hilfe, dieses Versprechen einzulösen.“

Dr. h. c. Manfred Lautenschläger

Jahresbericht 2016

Stipendien

Die Manfred Lautenschläger-Stiftung betrachtet Stipendienprogramme als ein wesentliches Element der Begabtenförderung.

Mit Stipendien möchte die Stiftung dazu beitragen, die Wissenschaft zu stärken und zukunftsfähig zu machen. Auch soll es den unterstützten Hochschulen ermöglicht werden, auf diesem Weg vielversprechenden Nachwuchs zu rekrutieren. Einige der Stipendien zielen zudem darauf ab, deutsche Studenten im Ausland oder ausländische Studenten hier in Deutschland zu unterstützen. So soll der Transfer und der Austausch von Wissen und die Zusammenarbeit verschiedener Nationalitäten und Kulturen gefördert werden.

Über die Vergabe der Stipendien entscheidet entweder die MLP AG oder die jeweilige Hochschule. Daher bitten wir höflich darum, Bewerbungen direkt an die zutreffende Stelle zu richten und vom Einsenden an die Manfred Lautenschläger-Stiftung abzusehen.

Hier können Sie sich über die Stipendien informieren:

Lautenschläger-Stipendium am Lehrstuhl für Zeitgeschichte

Zwei Doktorandinnen, die am Arbeitsbereich für Minderheitengeschichte und Bürgerrechte in Europa tätig sind, Frau Irene Wachtel und Frau Daniela Gress, werden für die Dauer von drei Jahren mit Stipendien der Manfred Lautenschläger-Stiftung gefördert.

Diese Stipendien sind Teil einer  Anschubfinanzierung der Manfred Lautenschläger-Stiftung zum Arbeitsbereich für Minderheitengeschichte und Bürgerrechte in Europa.

Der 2013 von Prof. Dr. Edgar Wolfrum (Lehrstuhl für Zeitgeschichte, Universität Heidelberg) konzeptionierte Arbeitsbereich für Minderheitengeschichte und Bürgerrechte in Europa ist eine wissenschaftliche Einrichtung am Lehrstuhl für Zeitgeschichte, die das kollektive Aufbegehren und das Einfordern gesellschaftlicher Anerkennung und rechtlicher Gleichstellung durch Gruppen, die in Mehrheitsgesellschaften rechtlich und/oder gesellschaftlich benachteiligt waren oder sind, erforscht. Dies beinhaltet sowohl die Entwicklungen, Wahrnehmungen und Motive dieser Gruppen selbst als auch die Reaktionen, die diese hervorriefen. Der Arbeitsbereich untersucht diese Themen aus historischer Perspektive, im europäischen Raum und im zeitlichen Kontext zwischen dem späten 19. Jahrhundert und der Gegenwart.

Medical Excellence

MLP hat 2009 das Stipendium Medical Excellence ins Leben gerufen, um gezielt den Mediziner-Nachwuchs in Deutschland zu fördern.

MLP führt gemeinsam mit dem Medienpartner "SpringerMedizin" das Stipendienprogramm durch und vergibt jedes Jahr 18 Stipendien im Wert von jeweils 3.000 Euro. Darüber hinaus werden pro Jahr bis zu 150 Studierende in das Finalisten Netzwerk des Stipendienprogramms aufgenommen.
Teilnehmen können Studierende und Doktoranden der Human-oder Zahnmedizin, die an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sind und sich mindestens im klinischen Abschnitt befinden.

Weitere Informationen unter: www.medicalexcellence.de

Manfred Lautenschläger Promotions-Abschluss-Stipendium für europäisch-jüdische Geschichte und Kultur

Das Stipendium wird seit 2009 für den Abschluss eines Promotionsvorhabens an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg vergeben, das sich mit einem Thema der europäisch-jüdischen Geschichte, vornehmlich der Neuzeit und der Neuesten Geschichte, befasst.

Besonders gefragt sind Arbeiten zu Fragestellungen nach der inneren Gestaltung jüdischen Lebens auf individueller und gemeindlicher Basis, ferner nach Wechselbeziehungen zwischen Minderheit und Umwelt und nach jüdischen Antworten auf die kulturellen, politischen und sozialen Herausforderungen der Neuzeit und der Moderne.

Lautenschläger-Stipendium der Heidelberger Stiftung Chirurgie

Das Kuratoriumsmitglied der Heidelberger Stiftung Chirurgie Dr. h. c. Manfred Lautenschläger möchte dem „Brain Drain“, der permanenten Abwanderung erfolgreicher Jungforscher ins Ausland, entgegenwirken.

Hierfür hat er 2004 das "Lautenschläger-Stipendium" ins Leben gerufen. Das Ausbildungsstipendium in Höhe von 25.000 Euro, das von der Manfred-Lautenschläger-Stiftung finanziert wird, soll jungen engagierten Ärzten der Heidelberger Klinik Aufenthalte an internationalen Forschungszentren ermöglichen. Wegweisende Forschungsergebnisse, die für die Gesellschaft von immenser Bedeutung sind, können nur erzielt werden, wenn der Standort Heidelberg attraktiv bleibt und die von dort ausgehenden weltweiten Forschungskooperationen möglich sind.

Stipendien für Studenten der Medizinischen Universität Simferopol und der Taurischen Universität

Beginnend ab 2007 förderte die Manfred Lautenschläger-Stiftung über 5 Jahre jährlich insgesamt 6 Stipendien für Angehörige der Taurischen Universität sowie der Medizinischen Universität in Simferopol an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg.

Die Auswahl der Stipendiaten und die Dauer des anschließenden Studiums in Deutschland fanden jeweils in Absprache mit der deutschen Seite statt.