„Ich möchte mit meinem Engagement Innovationen in der Region zum Durchbruch verhelfen und dabei – im positiven Sinne – ein Stück weit auch das Tempo mitbestimmen.“

Dr. h. c. Manfred Lautenschläger

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Jahresbericht 2016

Sonstige

An den Hochschulen der Region wird in vielen weiteren Disziplinen herausragend gearbeitet, was die Möglichkeit bietet, weitere exzellente Forscher und Wissenschaftler zu unterstützen. Häufig lassen sich darüber hinaus durch die Förderung von Projekten in den verschiedenen wissenschaftlichen Fachgebieten weitere Ziele der Manfred Lautenschläger-Stiftung erreichen:

Durch ein multinationales Ausgrabungsprojekt etwa wird zu einen der Gedanke der Völkerverständigung gelebt, zum anderen werden bedeutsame archäologische Funde gemacht.

Untrennbar mit Heidelberg und der Geschichte der Kurpfalz ist das Schicksal der Biblioteca Palatina verbunden, ihre Digitalisierung ein Projekt von höchstem wissenschaftlichem Renommee, aber auch ein Zugänglichmachen von Kulturgut für die Öffentlichkeit.

Behandlungsinitiative Opferschutz

Die Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS) möchte aktiv Opferschutz durch Täterbehandlung und Präventionsmaßnahmen betreiben. Begonnen hat der Verein mit Therapie von sich in Haft befindlichen Sexual- und Gewaltstraftätern, seit 2010 gibt es zudem ein Projekt für Tatgeneigte, um Straftaten im Vorfeld zu verhindern. Beide Projekte werden von der Universität Heidelberg wissenschaftlich evaluiert.

Die Folgen des bloßen „Wegsperrens“ verurteilter Straftäter, wie es in Deutschland zu oft praktiziert wird, sind ernüchternd: Hohe Rückfallquoten, hohe (Folge)Kosten, das Ziel der Resozialisierung wird viel zu selten erreicht. Studien aus der Schweiz und auch Kanada zeigen, dass sich vieles hiervon durch eine intensive psychologische Behandlung und Betreuung von Strafgefangenen vermeiden ließe.

Die Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e. V., ein gemeinnütziger Verein zur Senkung der Rückfallquoten von Gewalt- und Sexualstraftätern, setzt sich für die Verhinderung von Straftaten ein. Neben einer Vielzahl von einzeltherapeutischen Maßnahmen für bereits verurteilte Personen oder solche, die befürchten, straffällig zu werden, unterstützte BIOS darüber hinaus bislang in den Justizvollzugsanstalten Mannheim, Heimsheim, Heilbronn und Bruchsaal vier BIOS-Behandlungsabteilungen, in denen gefährliche Gewalt- und Sexualstraftäter psychologisch behandelt werden.

Zuletzt sind zwei neue Projekte - die Behandlungsabteilung in der Justizvollzugsanstalt Offenburg und das gruppenpsychotherapeutische Training für soziale Kompetenz in der JVA Adelsheim -   hinzugekommen und wurden im Juni 2012 offiziell eingeweiht. Ziel ist es, bereits vorhandene sozialtherapeutische Behandlungsmöglichkeiten im Justizvollzug Baden-Württembergs zu ergänzen. Die Therapie richtet sich an Strafgefangene, die eine erhöhte Rückfälligkeit aufweisen und für die ein intensiver gruppen- und einzeltherapeutischer Behandlungsbedarf besteht.

Darüber hinaus finden Tagungen Rund um das Thema statt (nähere Informationen hierzu finden Sie weiter unten unter dem Stichwort „Tagungen“).

Weitere Informationen unter: www.bios-bw.de

Digitalisierung der lateinischen Palatina-Handschriften

Die Ursprünge der Bibliotheca Palatina reichen zurück bis zur Gründung der Universität Heidelberg im Jahr 1386. Bevor Heidelberg durch katholische Truppen während des Dreißigjährigen Krieges erobert und die Bibliothek in den Vatikan transportiert wurde, galt diese als „optimus Germaniae literatae thesaurus“, als der größte Schatz aller Gebildeten in Deutschland. Im Jahr 1816 kehrten zumindest die deutschsprachigen Handschriften wieder in ihre alte Bibliotheksheimat zurück. 2001 begann die Universitätsbibliothek Heidelberg, erste Bände aus diesen Beständen vermittels digitaler Techniken im Internet zugänglich zu machen.

Eine der digitalisierten Schriften

Bis auf einige wenige Ausnahmen liegen die verbliebenen, nicht deutschsprachigen Handschriften und sämtliche Drucke jedoch noch heute in den klimatisierten Tresoren der Vatikanischen Bibliothek, der Biblioteca Apostolica Vaticana in Rom. Um die Bibliotheca Palatina zumindest virtuell wieder zu vereinen, begründeten der Vatikan und die Universität Heidelberg mit der Universitätsbibliothek eine mehrjährige Kooperation, die von der Manfred Lautenschläger-Stiftung gefördert wird. Vertreter der beteiligten Institutionen stellten das Projekt gemeinsam mit dem Förderer im Oktober 2012 der Öffentlichkeit vor.

„Dank der großzügigen Finanzierung durch Dr. h.c. Manfred Lautenschläger und seiner Stiftung können wir jetzt die Voraussetzung dafür schaffen, dass Forscher ebenso wie die interessierte Öffentlichkeit unabhängig von Ort und Zeit Einblick in die digitalisierte Bibliothek nehmen können, während die kostbaren Originale unter konservatorisch besten Bedingungen in den klimatisierten Tresoren verbleiben“, erklärte der Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Bernhard Eitel. Pro Woche werden vier bis sieben Handschriften aus den vatikanischen Tresoren in den Aufnahmeraum des Heidelberger Digitalisierungsstudios transportiert, wo sie mit einer hochauflösenden Kamera fotografiert werden, wobei ein spezieller Kameratisch die kontaktlose und schonende Direktdigitalisierung der höchst empfindlichen Objekte ermöglicht. Die Nachbearbeitung mit Bildbearbeitungsprogrammen sorgt dafür, dass das digitale Dokument bestmöglich dem Original entspricht.

Während aus Sicht der Manfred Lautenschläger-Stiftung die wissenschaftlichen Bedeutung und der kulturelle Wert des Projekts ausschlaggebend für die Förderung war und ist, hat sie auch eine zusätzliche, sehr erfreuliche Hebelwirkung entfaltet: In der Zwischenzeit konnten für das Projekt weitere Förderer und Drittmittel gewonnen werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stellt einen größeren Betrag zur Verfügung, damit der Digitalisierung eine wissenschaftliche Erschließung zur Seite gestellt werden kann. Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich ebenfalls mit einer Finanzierung, die einem zweiten Studio samt Digitalisierungsstation zu Gute kommt. Eine ausführliche Projektbeschreibung sowie die Pressemitteilung zum Start des Projekts finden Sie unter folgenden Links:

Weitere Informationen unter:

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/de/bpd/projekt/beschreibung.html

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/bpd/presse/pressemitteilung.html

Arbeitsbereich Minderheitengeschichte und Bürgerrechte in Europa

Der Arbeitsbereich Minderheitengeschichte und Bürgerrechte in Europa ist eine wissenschaftliche Einrichtung am Lehrstuhl für Zeitgeschichte der Universität Heidelberg. Er erforscht das Verhältnis von Minderheiten in Beziehung zur Mehrheitsgesellschaft aus historischer Perspektive. Besonderer Fokus liegt dabei auf dem kollektiven Aufbegehren und Einfordern gesellschaftlicher Anerkennung und rechtlicher Gleichstellung durch Gruppen, die in Mehrheitsgesellschaften rechtlich und/oder gesellschaftlich benachteiligt waren oder sind, etwa jene der Sinti und Roma. Der Arbeitsbereich hat zum Ziel, die Geschichte von Minderheiten in den Zusammenhang von gesamtgesellschaftlichen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklungen zu stellen. Die Manfred Lautenschläger-Stiftung fördert den Arbeitsbereich mit einer dreijährigen Anschubfinanzierung.

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CSI Heidelberg

2006 wurde in Heidelberg das Centrum für soziale Investitionen und Innovationen (CSI) als interdisziplinäres Zentrum für Forschung, Bildung und Beratung gegründet. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit von Nonprofit-Organisationen sowie von Stiftungen zu erhöhen. Um dies zu erreichen, werden Lehre, Forschung und Beratung miteinander kombiniert.

Zentrale Themen der Forschung am CSI sind soziale Investitionen, Zivilgesellschaft, Sozialwirtschaft und das Stiftungswesen. Die Lehre bietet Weiterbildungsangebote zu diesen Themen, welche von einem Masterstudiengang „Nonprofit Management und Governance“ über Executive Trainings bis hin zu Expert Trainings reichen. Die Beratung ist eine Dienstleistung für Stiftungen, Nonprofit-Organisationen und Unternehmen, die sich im Rahmen ihrer Corporate Social Responsibility gemeinnützig engagieren.

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Juristische Fakultät Heidelberg

Auch die juristische Fakultät der Universität Heidelberg, eine sowohl in historischer als auch wissenschaftlicher Hinsicht bedeutsame Fakultät, wurde und wird von der Manfred Lautenschläger-Stiftung gefördert.

Dr. h. c. Manfred Lautenschläger (vorne) bei der Einweihung des nach ihm benannten Hörsaals. Im Hintergrund Alt-Dekan Burkhard Hess, Studiendekanin Ute Mager, ­Dekan Christian Baldus und Prorektor Thomas Pfeiffer (von links); Foto: Stefan Kresin

Im Dezember 2006 wurde das völlig verbrauchte Mobiliar der Fakultätsbibliothek durch 280 moderne, zeitgemäße Arbeitsplätze ersetzt. Alle Unterrichtsräume und der PC-Pool im Gebäude des Juristischen Seminars wurden mit neuen Stühlen und Tischen sowie mit neuen PCs ausgestattet, die konzeptionelle Neuaufstellung (Retrosignatur) der Bücher wurde gleichfalls unterstützt.

Im Herbst 2008 wurde im Fakultätsgebäude ein neuer Hörsaal eröffnet. Dieser ist auf die besonderen Bedürfnisse eines modernen Unterrichts für angehende Juristinnen und Juristen zugeschnitten. Der Hörsaal wird als Gerichtsraum eingerichtet. Künftig werden dort simulierte Gerichtsverhandlungen (moot courts) in realistischem Rahmen stattfinden, unterstützt von moderner Medientechnik. Der Raum kann auch für konventionelle Lehrveranstaltungen eingesetzt werden.

Ebenfalls gefördert wird der renommierte Steuerrechtler Prof. Dr. Paul Kirchhof. Der Vorschlag für ein einheitliches Steuergesetzbuch ist kühn, aber notwendig. Das deutsche Steuerrecht wird gegenwärtig nicht mehr verstanden, kann damit auch nicht als gerecht empfunden werden. Der Unternehmer findet wegen der ständigen Änderungen insbesondere des Einkommensteuerrechts, einem Recht auf Rädern, keine verlässliche Planungsgrundlage mehr. Der Erklärungspflichtige kann seine Steuererklärung nicht mehr nach bestem Wissen und Gewissen abgeben, weil er das Steuerrecht nicht versteht, muss aber die Richtigkeit seiner Erklärung – strafbewehrt -   mit seinem guten Namen bestätigen.

Weitere Informationen unter: www.paul-kirchhof.de

Zudem stellt die Stiftung verschiedenen Lehrstühlen der juristischen Fakultät Räumlichkeiten in der Zeppelinstraße und in der Schillerstraße für Lehre und Forschung zur Verfügung.

Mittel-Osteuropa-Institut

Das Mittel-Osteuropa-Institut der Hochschule Ludwigshafen, kurz MOI, sieht sich als Kompetenzzentrum für den oft noch verkannten, sich aber stark entwickelnden Wirtschaftsraum Mittel- und Osteuropa. Die Manfred Lautenschläger-Stiftung fördert die vielfältigen, gemeinnützigen Tätigkeiten des MOI,  etwa durch die Finanzierung neuer wissenschaftlicher Studienarbeiten, internationaler Tagungen mit den Partnern aus Mittel- und Osteuropa oder der Kreation neuer Weiterbildungsangebote.

Das MOI fungiert als Drehscheibe für den Austausch von „Best Practices" von West nach Ost und von Ost nach West. Das Institut möchte durch seine Aktivitäten das Verständnis für den Wirtschafts- und Wissenschaftsraum Mittel- und Osteuropa erhöhen und so zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beitragen. Dabei zentriert, vernetzt und bewertet das Institut Informationen für die Wirtschaft, die Wissenschaft und der Politik aus Ost und West, außerdem werden  Entscheidungsträger in den entsprechenden Disziplinen unterstützt und Forschungsaktivitäten gefördert.

Manfred Lautenschläger Gastprofessur für Entrepreneurship am Institut für Wirtschaftsforschung

Die Förderung von Unternehmergeist und Unternehmertum gerade auch im Mittelstandsbereich ist der Manfred Lautenschläger- Stiftung ein Anliegen, und so wurde unter anderem zum Herbstsemester 2010/2011 am Institut für Mittelstandsforschung (ifm) Mannheim die Manfred Lautenschläger Gastprofessur für Entrepreneurship neu eingerichtet. Die Gastprofessur erlaubt es, einen Wissenschaftler an das ifm Mannheim einzuladen und ihm die Möglichkeit zu geben, an Forschungsprojekten und Lehrveranstaltungen zum Thema Entrepreneurship zu arbeiten. Ziel ist es, die Angebote in der Lehre und Forschung zum Thema Entrepreneurship an der Universität Mannheim weiter zu verbessern und an das Niveau führender Universitäten - wie dem MIT oder Stanford - heranzuführen.

Als erster Gast konnte 2010 Professor Michael Horvath, Ph.D. für einen Kurzaufenthalt am ifm Mannheim gewonnen werden. Michael Horvath studierte an der Harvard University und Northwestern University Volkswirtschaftslehre, bevor er als Wirtschaftsprofessor an der Stanford University und der Tuck School of Business des Dartmouth Colleges lehrte. Parallel zu seiner akademischen Karriere gründete er selbst oder beteiligte sich an 17 Unternehmen – zumeist aus einem universitären Umfeld -, von denen mehrere sehr erfolgreich waren. So wurde das Biotech- Unternehmen Glycofi, an dem Michael Horvath maßgeblich beteiligt war, 2007 für 800 Mio. Euro von Merck (USA) erworben. Aber auch mit Börsengängen, beispielsweise der Unternehmen KANA und Enercon, hat Michael Horvath gute Erfahrungen gemacht.

Zum Herbst 2011 kamen zwei angelsächsische Wissenschaftler an das ifm Mannheim. Francis Greene ist Associate Professor am Center for Small and Medium-Sized Enterprises der Warwick Business School (GB), Robert Isaak ist langjähriger Professor für Entrepreneurship an der Pace University (USA).

„Signale aus der Mehrheitsgesellschaft“

„Forschung und Wissenschaft“ sowie „Integration und Toleranz“ sind zwei Themenkomplexe, denen in der Arbeit der Manfred Lautenschläger-Stiftung große Bedeutung zukommt. In vielen Fällen, wie auch bei dem Forschungsprojekt „Signale aus der Mehrheitsgesellschaft“ von Network Turkey in Kooperation mit dem Zentrum für Europastudien der Universität Oxford zeigt sich, dass eine prinzipielle Trennung dieser Kategorien nicht immer möglich und auch nicht wünschenswert ist. Vielmehr ist mit wissenschaftlichen Methoden eine Versachlichung von oftmals emotional geführten Diskussionen möglich.

Ein Ausgangspunkt dieses Projekts war eine Entscheidung des Landgerichts Köln, die 2012 für Aufsehen sorgte: Das Gericht bewertete die rituelle Beschneidung eines minderjährigen Jungen als Körperverletzung. Das Urteil rief deutschlandweit ein großes Echo hervor und eine intensive Debatte über das Beschneidungsritual wurde in Gang gesetzt, rechtliche und ethische Fragen wurden umfassend, teilweise auch hitzig, diskutiert.

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Signale aus der Mehrheitsgesellschaft“ wurden Angehörige der beiden hauptsächlich betroffenen Religionen, Judentum und Islam, hierzu befragt. Weitere Informationen zu der Studie können Sie dem Jahresbericht 2013 der Manfred Lautenschläger-Stiftung entnehmen.

Zentrum für Dopingprävention der PH Heidelberg

Leistungssport bietet enorme Chancen zur Persönlichkeitsentwicklung, hat jedoch auch Schattenseiten: Leistungs- und Spitzensport sind ohne Doping kaum mehr denkbar, Dopingprävention dürfte daher eine große Chance sein, im Kampf gegen Doping entscheidend und nachhaltig weiterzukommen.

Bei der Dopingprävention geht es darum, junge Menschen zum fairen Umgang mit anderen, zum Respektieren des Gebots der Chancengleichheit im Wettkampf,  zur Fairness gegenüber dem eigenen Körper anzuleiten, aber auch die Verantwortung für das Sportsystem bewusst zu machen. Dabei sollen z.B. junge Sportler nicht nur informiert werden: Sie sollen lernen zu argumentieren, zu reflektieren, sich selbständig zu entscheiden und auch Verantwortung für ihre Entscheidung zu übernehmen.

Konferenzen am Heidelberg Center for American Studies (HCA)

Seit der Gründung des HCA hat die Manfred Lautenschläger-Stiftung dieses multidisziplinäre Zentrum der Amerikaforschung und der transatlantischen wissenschaftlichen Kooperation gefördert. Die Stiftung stellte der zentralen wissenschaftlichen Einrichtung der Universität Heidelberg im Jahre 2003 mit der Überlassung eines Büros von 200 m2 in der Schillerstraße in Heidelbergs Weststadt ein erstes Domizil zur Verfügung.

In Gesprächen mit Manfred Lautenschläger reifte dann der Entschluss, eines der fundamentalen Probleme aller Staaten und Gesellschaften seit der Industriellen Revolution  zu thematisieren: Was soll vom Staat, was soll vom Markt geleistet werden? Wie jeder weiß, ist diese zentrale Frage bis heute auch eine große Herausforderung für das transatlantische Verhältnis. (Prof. Junker beschreibt diese Konferenzen….)

Eine erste Konferenz beschäftigte sich im Jahre 2006 mit dem Thema „State and Market in a Globalized World – Transatlantic Perspectives“. Das Ergebnis wurde 2009 im Universitätsverlag WINTER veröffentlicht (hrsg. von Detlef Junker, Wilfried Mausbach und Martin Thunert).
 
Eine zweite internationale Konferenz richtete die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler von beiden Seiten des Atlantiks auf das Thema „Religion and the Marketplace in the United States“. Der Band wird Anfang 2015 bei der Oxford University Press erscheinen (hrsg. von Jan Stievermann, Philip Goff und Detlef Junker). Zurzeit wird eine dritte Konferenz zum Thema geplant „Social Welfare and the Marketplace“.

Zu einer weiteren Zusammenarbeit zwischen der Manfred Lautenschläger-Stiftung und dem HCA lesen Sie den Eintrag zum Pennington-Award unter „Preise und Stipendien".

Heidelberger Vorträge zur Kulturtheorie

Seit 2008 nun finden die von der Manfred Lautenschläger-Stiftung in Kooperation mit der Universität Heidelberg veranstalteten “Heidelberger Vorträge zur Kulturtheorie” statt, die sich interdisziplinären Themen zuwenden.

Verantwortlich für ihre Thematik und Organisation ist der Germanist Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Borchmeyer, Professor emeritus der Universität Heidelberg, Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München und Honorarprofessor der Universität Graz. Er hält die Heidelberger Vorträge teilweise selber oder führt Gespräche mit international renommierten Wissenschaftlern, Nachwuchsgelehrten und Künstlern verschiedener Sparten.

Das Geheimnis des Erfolgs der Heidelberger Vorträge gründet nicht nur in ihrer allen Fachjargon meidenden Verständlichkeit und ihrem rhetorischen Schwung, die allen Rednern abverlangt werden, oder ihren semesterübergreifenden thematischen Leitlinien, sondern auch in der Tatsache, dass manche Redner und Künstler immer wiederkehren, so die Schriftsteller Martin Walser und Martin Mosebach, Musiker sowie Gelehrte wie Jan Assmann und Paul Kirchhof. Durch diese Wiederkehr hat sich über Jahre hinweg eine einzigartige – geradezu leitmotivische - Kontinuität dieser Veranstaltungsreihe ausgebildet. Besonders bewährt hat sich, am Ende einer Reihe mehrere Referenten noch einmal zu einer Schlussdiskussion zusammen zu bitten.

Tagung „Urteilen lernen“ der theologischen Fakultät Heidelberg

Das Richtige ist häufig nicht direkt zu erkennen, so dass das Urteilen als Entscheidung zwischen möglichen Alternativen ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags ist. Die Theologische Fakultät hat zu diesem Themenkomplex vom 2010 bis 2014 eine Tagungsreihe „Urteilen lernen“ durchgeführt - von drei geplanten Veröffentlichungen sind zwei bereits erschienen, die dritte wird 2015 erscheinen.

Tagungen der Kriminologischen Gesellschaft in Heidelberg

Die Fachtagungen der Kriminologischen Gesellschaft dienen dem Austausch und der Diskussion aktueller Forschungsergebnisse. Bisher stattgefunden haben die Tagungen „Täter-Taten-Opfer“ und „Keine Gewalt- und Sexualstraftaten begehen“.

Bei der Tagung „Täter-Taten-Opfer“ wurden unter anderem biopsychosoziale Kriminalitätsursachen und die Entwicklung von Delinquenzverläufen beleuchtet. Bei der Erörterung der Taten lag ein Schwerpunkt auf der Internetkriminalität, in diesem Zusammenhang ging es auch um Kinderpornografie.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde die Beccaria-Medaillen für besondere Verdienste in der kriminologischen Forschung verleihen. Ausgezeichnet wurden Prof. Dr. Reinhard Böttcher, ehemaliger Bundesvorsitzender des „Weißen Rings“ und früherer Präsident des Oberlandesgerichts Bamberg, sowie Prof. Dr. Henning Saß, ehemaliger Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Aachen.

„Keine Gewalt- und Sexualstraftaten begehen“  beschäftigte sich mit in jüngster Zeit in Deutschland entstandenen Programmen, in denen durch deliktorientierte Psychotherapie erreicht werden soll, dass Personen keine Gewalt- oder Sexualstraftat (mehr) begehen. Einige dieser Behandlungsprogramme wollen eingreifen, bevor die Täter überhaupt zu Tätern werden, andere setzen während des Ermittlungsverfahrens, aber noch vor dem Urteil ein. Die Tagung beleuchtete die Möglichkeiten und Grenzen, Vor- und Nachteile sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen solcher Programme. Ausführlich vorgestellt wurden das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ sowie das Projekt „Keine Gewalt- und Sexualstraftaten begehen“ der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V.