„Die Zukunft von Kindern und Jugendlichen lieg mir sehr am Herzen. Deshalb möchte ich zu ihrer Entwicklung zu gesunden und gebildeten Menschen beitragen.“

Dr. h. c. Manfred Lautenschläger

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Jahresbericht 2016

Sport & Gesundheit

Kinder und Jugendliche in Deutschland verfügen über zunehmend schlecht ausgeprägte koordinative Fähigkeiten, Übergewicht und Adipositas sind zu einem ernstzunehmenden Problem geworden. Kommen noch weitere Risikofaktoren wie Diabetes und Fettstoffwechselstörungen hinzu, kann es langfristig gesehen zu gefährlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen.

Dabei wird der direkte Nutzen körperlichen Trainings für Herz und Kreislauf kaum noch bezweifelt. Studien zeigen, dass in der Jugend betriebener Sport bis ins Alter gesund erhält.

Daher fördert die Manfred Lautenschläger-Stiftung Projekte, die es sich zum Ziel gesetzt haben, den bei Kindern und Jugendlichen ohnehin vorhandenen Spaß an der Bewegung und dem Sport zu nutzen oder zu wecken. Die Palette der unterstützten Projekte reicht dabei vom Breiten- bis zum Leistungssport. Einige der von der Stiftung geförderten Sport-Projekte wurden bereits über die Grenzen Heidelbergs und der Metropolregion Rhein-Neckar hinaus „exportiert“.

Zudem ist es Ziel der Manfred Lautenschläger-Stiftung, den Forschungsstandort zu stärken und so zu helfen, dass therapeutisches Wissen, welches Heranwachsenden zu Gute kommt, erschlossen werden kann.

Ballschule

Es gibt immer weniger Bolzplätze, auf der Straße zu spielen ist schon lange nicht mehr möglich. Wenn Kinder einen Sport treiben, dann meist den, den ihre Freunde auch machen - wenn dieser dann allerdings keinen Spaß macht, kommt häufig der Frust und die Kinder treten aus dem Sportverein aus.

Professor Klaus Roth gründete 1998 die Ballschule, die das Spielen auf Straßen und Bolzplätzen ersetzen möchte. Die Kinder erlernen spielerisch das  „ABC“ des Sports, beispielsweise die Flugbahn eines Balles einzuschätzen oder Lücken auf einem Spielfeld zu erkennen. Man kann nahezu in jeden Sport hineinschnuppern, lernt gleichzeitig aber auch sportartenunspezifische Fähigkeiten. So kann jedes Ballschulkind spielerisch sehen, welche Sportart ihm liegt.

National ist die Zahl der kooperierenden Grundschulen kaum mehr überschaubar, auch deshalb, weil in ganz Deutschland Ballschul-Unterzentren entstanden sind. Die Zahl der Ballschul-Vereine liegt mittlerweile bei etwa 170. Ergänzt wird das Programm durch Projekte für adipöse und körperbehinderte Kinder sowie für Kinder mit ADHS. Die hierfür ausgearbeiteten speziellen Konzepte werden kontinuierlich evaluiert und verbessert. Der größte Fortschritt wurde im Bereich der Mini-Ballschule erzielt. Im Jahr 2011 wurde ein Lehrplan erstellt, der sich in der Praxis hervorragend bewährt hat. Die Zahl der Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher hat sich mehr als verdoppelt.

International ist die Ballschule in Brasilien, Chile, Mexiko, Japan, Slowenien, Österreich, Südafrika und USA in verschiedenen Projekten vorgestellt worden und hat sich in einigen Ländern bereits sehr gut entwickelt.

Neu hinzugekommen ist 2011 die Ballschule auf der Krim. Dr. h. c. Manfred Lautenschläger hat zusammen mit Prof. Dr. Klaus Roth anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft dem Oberbürgermeister der Stadt Simferopol Ageyev Viktor Nikolajewitsch eine Spende zum Aufbau und zur Förderung der international erfolgreichen Kindersportinitiative überreicht. 

Schwimmfix

Als Manfred Lautenschläger 2005 erfuhr, dass Untersuchungen zufolge 35% der Kinder nach der 4. Klasse nicht schwimmen können, obwohl der Bildungsplan des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport (2004) für das Ende der Grundschule eindeutig eine hinreichend ausgebildete Schwimmkompetenz fordert, nahm er Kontakt mit dem Sportinstitut der Universität Heidelberg auf und fand in Dr. Klaus Reischle den perfekten Ansprechpartner. Seither unterstützt die Manfred Lautenschläger-Stiftung das innovative Konzept Reischles, das am Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg (ISSW) konzipiert wurde.  Das formulierte Ziel: In Heidelberg sollen alle Kinder nach der zweiten Klasse „in einer Schwimmart sicher schwimmen“.

Erfolge stellten sich rasch ein, die Nichtschwimmerquote in Heidelberg konnte deutlich unter das Landesniveau gedrückt werden.  Nach den Erfolgen in Heidelberg folgten auch Karlsruhe und Mannheim diesem Beispiel und etablierten Schwimmfix.

Warum aber ist es so wichtig, dass Kinder schwimmen lernen? Die Forderung nach einem erfolgreichen Schwimmunterrichts hat mehrere gute Gründe. Da wäre zuerst der Sicherheitsaspekt: Die seit Jahren wachsende Zahl der Badeunfälle erfordert verstärkte Anstrengungen zur Verbesserung der Situation. Ebenfalls zentral sind der Entwicklungs- und der Gesundheitsaspekt. Im Grundschulalter werden die verschiedenen Schwimmarten  leicht und schnell gelernt. Schwimmen zählt zu den anerkannt gesunden Sportarten, die – wenn sie frühzeitig erlernt werden – problemlos bis ins hohe Alter ausgeübt werden können. Für übergewichtige Schüler ist Bewegung im Wasser ideal, denn der statische Auftrieb entlastet die Gelenke, und der Strömungswiderstand „frisst“ die Kalorien, d. h. Schwimmen ist für diese Schüler eine ideale Einstiegssportart.

Darüber hinaus hat schwimmen können auch eine soziale Bedeutung. Schüler, die nicht schwimmen können, werden im Sommer, wenn die Freunde im Schwimmbad spielen oder schwimmen, leicht ausgegrenzt. Ins Wasser springen, im Wasser spielen, im Wasser schwimmen steigert das Selbstwertgefühl und vermittelt Wohlbefinden.

Masterstudiengang Sport und Bewegung im Kindes- und Jugendalter in Heidelberg und Karlsruhe

Eine ganzheitliche Bewegungsförderung für Kinder und Jugendliche ist in Zeiten von einem anhaltenden Rückgangs der allgemeinen körperlichen Aktivität unserer Heranwachsenden in den letzten Dekaden von immer zentralerer Bedeutung. Daher haben die Universität Heidelberg, das Karlsruher Institut für Technologie, das Karlsruher Forschungszentrum für Schulsport und den Sport von Kindern und Jugendlichen sowie die Pädagogischen Hochschulen der beiden Standorte diesen Studiengang ins Leben gerufen. Ziel ist es, hochqualifizierte Sportwissenschaftler und -wissenschaftlerinnen auszubilden, die innovative Konzepte und Programme im Bereich Kinder- und Jugendsport erarbeiten, durchführen und evaluieren können.

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Motorik ABC

Sprachverständnis und Sport  - das sind auf den ersten Blick nicht unbedingt zwei Begriffe, die man in unmittelbaren Zusammenhang setzt. Es hat sich allerdings in einigen Studien gezeigt, dass auch körperliche Bewegung beim Spracherwerb unterstützend wirken kann. Mit dem seit 2011 von der Manfred Lautenschläger-Stiftung und der BASF SE finanzierten Kindersportangebot sollen die motorische Leistungsfähigkeit frühzeitig, systematisch, nachhaltig gefördert und gleichzeitig die sprachlichen Kompetenzen der Kinder gestärkt werden. Das Programm besteht aus zwei Modulen: dem namens gebenden Modul Motorik ABC von Herrn Prof. Roth (Universität Heidelberg), in dessen Mittelpunkt die Schulung erster motorischer Basiskompetenzen steht und dem Modul Bewegte Sprache von Frau Prof. Zimmer (Universität Osnabrück), in dem sprachliche Kompetenzen in Verbindung mit Bewegungsangeboten gefördert werden sollen.

Das Projekt startete nach einer Pilotphase 2011 offiziell im April 2012 mit einer Pressekonferenz. Die Resonanz der Kindertagestätten auf die Ausschreibung war überwältigend. Mittlerweile konnten aus der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar über 400 Erzieher(innen) in den 120 ausgewählten Einrichtungen fortgebildet werden. Dabei wurde ein Schwerpunkt auf die Auswahl von Kindertagesstätten mit einem hohen Anteil Heranwachsender aus sozial schwachen, bildungsfernen Schichten bzw. aus Migrantenfamilien gelegt. 

Das Programm hat zum Ziel, Bewegungs- und Sprachförderung für alle Kinder als festen Bestandteil in den Kindergartenalltag zu integrieren, um sprachliche und motorische Defizite der Kinder frühzeitig zu kompensieren. Zusätzlich werden an ausgewählten Kindertagesstätten motorische und sprachliche Tests durchgeführt, um die Effekte des Programms auf die Kinder wissenschaftlich zu belegen. Neben den beiden Modulen Motorik ABC und Bewegte Sprache wird außerdem im Rahmen des Projekts eine kostenfreie Beratung zu dem Themenfeld „kindliche Ernährung“ angeboten, die individuell an die Bedürfnisse in den einzelnen Einrichtungen angepasst werden kann.

Sport PLUS, PH Heidelberg

Sport PLUS ist ein Bewegungsförderprojekt, das sich an Kinder im Grundschulalter richtet. Gefördert werden vor allem jene Kinder, die man aus motorischer Sicht als „Risikokinder“ bezeichnen kann, weil sie noch nicht über basale Fähigkeiten und Fertigkeiten im Sport verfügen. Die motorische Förderung erfolgt zum einen integrativ im Klassenverband (keine Separierung und Stigmatisierung förderbedürftiger Kinder) und zum anderen diagnosebasiert.

Das Konzept Sport Plus sieht vor, dass Kinder im Klassenverband zunächst mit den Diagnoseverfahren vertraut gemacht werden – die Aufgaben, die der Diagnose zugrunde liegen dürfen bekannt und geübt sein. Integriert in den Sportunterricht der Schulen wird dann ein Gesamteindruck des Leistungsstandes der Klasse ermittelt sowie die förderbedürftigen Kinder identifiziert. Anschließend sollen diese Kinder integriert gefördert werden – wichtig ist hierbei, mehr die Anstrengung der Kinder zu würdigen als das tatsächliche Ergebnis, um die Spirale selbstmindernder Zuschreibung nicht zu fördern.

Ziel des Projektes ist es, dass alle Kinder nach Abschluss der Klasse 2 die Mindestanforderungen beim Laufen erfüllen, die für eine aktive Teilhabe an Bewegungsspielen grundlegend sind.

Heart Racer Team

Der Heart Racer Team e.V. ist ein Verein, in dem jeder Mitglied werden und so Katja Schumacher – ehemalige Weltklasse-Triathletin – in ihrer Arbeit mit behinderten und krebskranken Kindern unterstützen kann. Katja Schumachers Ziel ist es, gezielt Kindern mit Handicap die Chance zu geben, aktiv Sport zu treiben und auch an Wettkämpfen teilzunehmen. Ihr Vorgehen ist dabei  innovativ, daher wurde sie bereits nach kurzer Zeit vermehrt von Schulen, Vereinen und Ausrichtern von Wettbewerben als Expertin hinzugezogen, wenn es darum ging, wie man Kinder mit Handicap in den Breitensport aufnehmen kann.

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Jugendförderung Basketball

Neben der Förderung von Projekten, die sich mit der allgemeinen motorischen und sportlichen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen befassen, ist die Manfred Lautenschläger-Stiftung auch in der Nachwuchsförderung in einzelnen Sportarten, zum Beispiel im Basketball, verstärkt engagiert.

Dieser sportartbezogene Schwerpunkt ist zum einen auf die Biographie Manfred Lautenschlägers zurück zu führen, der selber ein begeisterter Basketballspieler war und die Basketballszene bis heute aufmerksam verfolgt. Zum anderen kann man Heidelberg und Teile der Metropolregion Rhein-Neckar sicherlich als Basketballhochburg bezeichnen: Im Zeitraum von 1948 bis 1977 etwa errangen Mannschaften aus Heidelberg 13 deutsche Meisterschaften der Herren (9 x USC Heidelberg, 4 x Turnerbund Heidelberg). Und auch wenn diese Erfolge etwas zurückliegen, in jüngerer Vergangenheit schafften es immer wieder Spieler aus der Region in die Basketball Bundesliga: etwa Pascal Roller, Jay Thomas, aktuell Danilo Barthel und Paul Zipser. Die Manfred Lautenschläger-Stiftung möchte dazu beitragen, dass der Rhein-Neckar-Bereich eine „Basketballregion“ bleibt, indem möglichst vielen Kindern und Jugendlichen der Sport nähergebracht und das Trainingsangebot für Nachwuchsspieler ergänzt und ausgebaut wird.

 

JBBL und NBBL

Die Stiftung unterstützt zwei Nachwuchsmannschaften des USC Heidelberg, die in der JBBL und NBBL spielen. Die Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) ist die höchste deutsche Basketballliga für Spieler im Alter von unter 16 Jahren (U16), die Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) die höchste deutsche Liga für Spieler im Alter von unter 19 Jahren (U19).

Beide Ligen dienen der Nachwuchsförderung und sollen den Spielern zusätzliche Spielpraxis auf hohem Niveau gegen etwa gleich starke Jugendliche ermöglichen. Die Förderung der Stiftung folgt aus der Philosophie heraus, gezielt das regionale Sportangebot für Nachwuchssportler auch im Leistungssport zu erhalten und auszubauen. Neben der Förderung dieser beiden Mannschaften unterstützt die Stiftung weitere Projekte, die Basketball zudem als Breitensport stärken und in einem nächsten Schritt talentierten Spielern beim Vorstoßen zum Leistungssport helfen sollen.

Academics-Profi Nico Adamczak mit Teilnehmern

USC Talent Academy

Das vielfältige Angebot rund um den orangenen Ball in der Rhein-Neckar-Region kann nur mit Hilfe verschiedener Partner getragen werden. Die ML Talent Academy versteht sich als eine Gemeinschaft, die aus regionalen Basketballvereinen und deren Trainern, den akademischen Mitarbeitern, die das Projekt betreuen, und der Ballschule Heidelberg besteht. Auch die Schulen und die Kommunen leisten einen wesentlichen Beitrag. Für die anstehenden Aufgaben und Prozesse sollen möglichst viele Trainer, Übungsleiter, Lehrer, Helfer und Funktionsträger mit einbezogen werden. 

Das wissenschaftliche Team der ML Talent Academy soll in erster Linie die Vereinssportprogramme unterstützen und stärken. Ergänzend zu den Trainingsangeboten der einzelnen Vereine werden weitere zentrale Sichtungs- und Fördermaßnahmen am Institut für Sport und Sportwissenschaft (ISSW) oder am Olympiastützpunkt (OSP) direkt von der wissenschaftlichen Projektleitung, der ML Talent Academy, angeboten. Auch besteht die Möglichkeit, an der Ballschule Wurfspiele teilzunehmen, egal ob als Einstieg zum Basketball oder auch als Ergänzung neben dem Vereinstraining, zudem an Events wie den Spielfesten. 

Die zentrale wissenschaftliche Aufgabe der ML Talent Academy besteht in der Entwicklung einer ganzheitlichen Talentdiagnostik. Im halbjährlichen Rhythmus werden über eine sportmotorische Leistungsdiagnostik und Online-Fragbögen technische, konditionelle-koordinative, psychologische und köperkonstitutionelle Personenmerkmale sowie die Bewegungsbiografie und Umfeldfaktoren der Sportler erhoben. An diesem Talent Check können alle Vereinsspieler gratis teilnehmen. Nach der sportmotorischen Leistungsdiagnostik erhalten Sportler und Trainer am Testtag Ergebnisrückmeldungen, die wichtige Hinweise zum Leistungs- und Entwicklungsprofil der Talente sowie zur Trainingssteuerung liefern.

Für Vereinstrainer werden außerdem kostenfreie Fortbildungen angeboten und Trainingsunterlagen gestellt. Somit erhalten sie eine interne Weiterbildung, die die Qualifizierungsstufe des Trainers erhöht. In der halbjährlich stattfindenden Fortbildungsreihe werden von Experten aus dem Arbeitsbereich Bewegung und Training, unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Roth, Themen wie „Aktuelle Trends in der Talentdiagnostik“, „Modernes Athletiktraining“ oder „Das Kindersportkonzept der Ballschule Heidelberg“ behandelt.

 

USC Basketball Camps

Die Manfred Lautenschläger-Stiftung fördert die regelmäßig stattfindenden Basket-Sommercamps und Basket-Wintercamps des USC Heidelberg. Die vereinsübergreifende Förderung der Sportart Basketball, die Talentsuche, die Nachwuchsschulung, die allgemeine Jugendarbeit wie auch die Weiterbildung von jungen Trainern gehören zu den Zielen des Campkonzeptes. Während der Camps finden sich 100 Kinder und Jugendliche in den großen Sporthallen des Sportinstituts und der Pädagogischen Hochschule im Neuenheimer Feld ein. Dort werden in bis zu sieben homogene Gruppen aufgeteilt, damit sie optimal trainiert werden können. Zwei Trainer pro Leistungsgruppe sorgten nicht nur für eine hohe Trainingsintensität, sondern auch für den dazugehörigen Spaß.

Spielerisches Üben bei den Jüngeren, konzentriertes Basketball- und Athletiktraining bei den Älteren stehen im Vordergrund. Neben dem Training haben mehrere Wettbewerbe den Charakter der Camps mitgestaltet. So finden in jeder Gruppe Team- und Einzelwettbewerbe statt, um den Campern Spaß zu vermitteln und sie zudem unter Wettkampfbedingungen zu trainieren. Auch ist es bei jedem Camp ein Highlight, wenn die Spieler und Trainer der 1. Herrenmannschaft des USC, den MLP Academics Heidelberg, ein Gasttraining geben.

Weitere Informationen können Sie der Homepage des USC Heidelberg entnehmen: www.usc-hd.de/usc-basketcamps

Inselcup – Ilvesheim

Bis zum Jahr 2013 hat die Manfred Lautenschläger-Stiftung das „Internationale Vetter A-Junioren Fußballturnier“ in Ilvesheim unterstützt. Seit 1955 wird das Fußballturnier um den sogenannten „Inselcup“ durchgeführt. Schon an der ersten Auflage des Turniers nahmen bekannte Vereine wie der KSC oder Darmstadt 98 teil, bereits im Folgejahr war der Inselcup mit der Teilnahme vom FC Baden und dem FC Basel, beide aus der Schweiz, und Racing Straßburg aus Frankreich international besetzt. Diese Tradition eines internationalen Teilnehmerfeldes wird seitdem aufrechterhalten. Jedes Jahr nehmen acht Nachwuchsmannschaften (U19) aus Deutschland und aus dem Ausland, die in ihrer jeweils höchsten heimischen Liga spielen, an dem Turnier teil. Denn den Veranstaltern ist daran gelegen, internationalen Fußball auf hohem Niveau zeigen zu können.

Jedoch sind daneben weitere Aspekte ganz wesentlich: Der Fußball soll den Jugendlichen Perspektiven aufzeigen und Brücken zwischen den Teilnehmern schlagen. Werte wie Teamfähigkeit, Motivation und Fairness stehen im Mittelpunkt, für Fremdenfeindlichkeit ist kein Platz. Daher ist es nachvollziehbar, dass die Veranstalter das Turnier als „Mosaikstein der Völkerverständigung“ bezeichnen. 2012 haben etwa eine Mannschaft aus Tansania, eine aus Israel und ein kroatischer Verein an dem Turnier teilgenommen. Mit viel Tradition und Engagement werden bei diesem Turnier klassische Stiftungszwecke der Manfred Lautenschläger-Stiftung wie Sport und Völkerverständigung gelebt und gefördert.

Straßenfußball für Toleranz

Straßenfußball braucht keine speziellen Plätze, keine teuren Geräte und keine aufwendigen Rahmenbedingungen: Überall spielbar, überall verständlich und allen gleichermaßen zugänglich, erlaubt er einen einfachen, unbeschwerten, motivierenden und umgebungsorientierten Zugang zum Sport.

Das Turnier Straßenfußball für Toleranz zeigt, dass Selbstregelung funktionieren kann - in diesem Spiel sind die Spieler selbst die Schiedsrichter, entscheiden über Foulspiel und vergeben Extrapunkte für Fair Play, was das Turnier jedoch nicht in der Qualität für den Zuschauer mindert.

Diesen besonderen Modus des Straßenfußballs entwickelt der Sportsoziologe Jürgen Griesbeck in mehrjähriger Projektarbeit in Medellin, Kolumbien. In Deutschland wird er seit einiger Zeit ebenfalls (in mehreren Projekten) erfolgreich umgesetzt.

In jedem Team (6 SpielerInnen) muss mindestens ein Mädchen mitspielen: Erst wenn das Mädchen ein Tor erzielt hat, zählen auch alle anderen Tore der Jungen. Es gibt 3 Punkte für ein gewonnenes Spiel nach Toren, 1 Punkt für ein verlorenes Spiel, zwei Punkte für ein unentschieden, zusätzlich sind 3 Fairplay-Punkte pro Team und Spiel möglich. Die Schiedsrichter sind durch sogenannte Teamer ersetzt. Sie beobachten das Spiel vom Spielfeldrand aus, greifen nicht unmittelbar in den Spielverlauf ein. Nach dem Spiel besprechen sie mit den Teams den Spielverlauf und entscheiden mit ihnen über die Vergabe der Fairplay-Punkte.

Straßenfußball für Toleranz schafft mit diesem besonderen Regelkatalog einen Rahmen für Lerninhalte wie Konfliktmanagement, Zivilcourage, interkulturelles Lernen, Fairness und Teilhabe. Das Lernen sozialer und personaler Handlungskompetenzen ist Voraussetzung für ein soziales und tolerantes Miteinander.

Radsport für Kinder und Jugendliche (ADFC)

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) bietet ab 2014 für Kinder und Jugendliche begleitete Radtouren an. Hierfür wurde eine Werkstatt eingerichtet, 22 Rennräder und 8 Mountainbikes wurden angeschafft.  Ziel ist es, ein möglichst niedrigschwelliges Angebot zu schaffen, um Kinder und Jugendliche an den Radsport heranzuführen. Außer einem Fahrradhelm braucht man nichts mitzubringen - sollte man Spaß an dem Sport entwickeln, kann man sich gegebenenfalls dann ein eigenes Fahrrad zulegen und damit mitfahren. In der Werkstatt können die Jugendlichen ihre Räder selbst warten,  pflegen und sich hierbei gegenseitig helfen. Zusätzlich besteht ein enger Kontakt zu Rolf Heutling – falls sich unter den Kids ein begeisterter Radsportler herauskristallisieren sollte, besteht die Möglichkeit, bei dem MLP Team-Bergstraße mitzufahren.

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