„Früher, da habe ich meine Phantasie eingesetzt, um Geld zu verdienen. Und heute macht es mir halt Spaß, es sinnvoll auszugeben“.

Dr. h. c. Manfred Lautenschläger

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Jahresbericht 2014

Portrait des Stifters

In der Begründung seines Engagements, das in hohem Maße den Jüngsten unserer Gesellschaft gewidmet ist, spannt Manfred Lautenschläger gerne den Bogen zu seiner Kindheit im Karlsruher Stadtteil Mühlburg. Geboren am 15. Dezember 1938 wächst er zunächst in Abwesenheit seines Vaters auf, der erst nach Kriegsende zur Familie zurückkehren kann und dann einen Berufsweg einschlägt, der ihn bis in die höchste Beamtenbesoldungsstufe für Nichtakademiker führt. Er sieht es mit Freude, dass sein Sohn Manfred von 1959 bis 1964 in Freiburg, Hamburg und Heidelberg Rechtswissenschaften studiert und dort 1969 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen abschließt. Dass dieser allerdings, anstatt mit der schwarzen Robe im Gerichtssaal zu wirken, lieber Versicherungen verkauft, erzählt er seinem Vater erst, nachdem sich belegen lässt, dass auch damit ein Lebensunterhalt gesichert werden kann.

Ein Pankreaskarzinom macht ihn 1980 zum Diabetiker. Trotz einer radikalen Operation liegt die Überlebensrate nur bei etwa einem Prozent. Der leidenschaftliche Sportler wiegt bei einer Größe von 1,86 Metern nur noch 63 Kilo – und verhandelt über den Verkauf von MLP an einen großen Versicherer. Dann trifft er die Entscheidung weiterzumachen, ändert seinen geschäftlichen Stil total und findet nach über zwei Jahren zurück zur alten Stärke und Belastbarkeit. Nach zehn Jahren erfolgreichen Schaffens als Vorstandsvorsitzender zieht er sich 1999 aus dem operativen Geschäft zurück, übernimmt den Aufsichtsratsvorsitz der MLP AG und gründet die Manfred Lautenschläger-Stiftung. Seither gilt seine Leidenschaft dem Engagement für die Projekte seiner Stiftung.

Es entspricht seiner Lebenslogik, dass sich in den Aktivitäten seiner Stiftung vieles wiederfinden lässt, was ihn auf seinem Lebensweg geprägt hat. Dass seine Frau Angelika, seine beiden Töchter und drei Söhne eng eingebunden werden, hat zu tun mit der Kraft der Werte, die er lebt und seinen Kindern stets vermittelt: „Man sollte die Verantwortung, die einem auferlegt ist, wahrnehmen und alle Möglichkeiten, die man finanziell hat nutzen, um zu helfen...“


Vita Manfred Lautenschläger

Geburtsdatum
1938

Beruflicher Werdegang
2008
Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Theologische Fakultät der Universität Heidelberg

2000
Berufung in den Universitätsrat der Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg

Seit 1999
Aufsichtsratsvorsitzender der MLP AG

1999
Gründung der Manfred Lautenschläger Stiftung

1998
Verleihung der Ehrensenatorwürde, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg

1984 – 1999
Vorstandsvorsitzender der MLP AG nach Umwandlung in eine Aktiengesellschaft

1971
Gründung der Marschollek, Lautenschläger und Partner KG

Ausbildung
1969
Abschluss: 2. Staatsexamen

1959 – 1964
Studium der Rechtswissenschaften, Heidelberg, Freiburg, Hamburg